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Argon Verlag
5 CDs in Multibox
Autorisierte Lesefassung, 322 Minuten
ISBN: 978-3-8398-1033-0
19,95 €




Ein kurzer Einblick

Tamara hat immer nur im Hier und Jetzt gelebt – und nie einen Gedanken an morgen verschwendet. Bis sie ein Tagebuch findet, in dem ihre Zukunft schon aufgezeichnet ist ...
Nach dem Selbstmord ihres Vaters muss die junge Tamara aus ihrem Dubliner Glamour-Leben zu einfachen Verwandten aufs Land ziehen. Ihre Mutter ist vor Trauer über den Tod ihres Mannes kaum ansprechbar, und fernab ihrer Freunde fühlt sich Tamara völlig alleingelassen. Das einzig Interessante an dem abgelegenen Ort, an dem sie jetzt leben muss, scheint die ausgebrannte Ruine des alten Kilsaney-Schlosses. Doch dann entdeckt Tamara ein geheimnisvolles Buch: ein Tagebuch, in dem ihr eigenes Leben aufgeschrieben ist – und zwar immer schon der nächste Tag! Es führt Tamara zu den verborgenen Geheimnissen ihrer Familie und hilft ihr, den Weg zu Liebe und Zukunft zu finden.


Unsere Bewertung

Hört man den Namen Cecelia Ahern, denkt man zunächst an Lovestorys in ihrer Reinform, etwas kitschig vielleicht, aber nicht schmachtend. Mit ihrem neuen Werk „Ich schreib dir morgen wieder“ bricht sie wie auch schon mit „Zeit deines Lebens“ aus diesem Schema aus und wir finden wieder fantastische Elemente vor.
Nach dem Selbstmord ihres Vaters, bei dem sich auch noch herausstellt, dass die Familie finanziell ruiniert ist, muss Tamara mit ihrer Mutter aufs Land ziehen, zu Tante und Onkel. Das gefällt dem Glamour-Gör natürlich gar nicht, hat sie doch früher alles sofort bekommen, was sie nur wollte, und hat ihre Freizeit bei Starbucks verbracht oder beim Shoppen. Das ist nun jedoch vorbei und Tamara muss ich zudem auch noch mit ihrer apathischen Mutter auseinandersetzen, die nicht mehr ansprechbar ist vor Trauer um ihren Mann.
Ausgesetzt in einer öden Landschaft, fern der Stadt und ohne die dazugehörigen Ablenkungen, vollzieht sich mit Tamara eine Wandlung. Vom verwöhnten Gör wird sie zur nachdenklichen jungen Frau, der auch andere Dinge wichtig sind als das Hier und Jetzt.

Die Auflösung der Familiengeheimnisse kommt dann auf einen Schlag, es kündigt sich zuvor wenig an und die Geschichte ist zu diesem Zeitpunkt schon fast vorbei. Das ist etwas schade, denn alles auf einmal serviert zu bekommen, ist etwas verwirrend und man muss genau zuhören, um kein Detail zu verpassen.
Was das Familiengeheimnis ist, soll hier natürlich nicht verraten werden, aber nur so viel: So manches ist nicht so wie es scheint und wie Tamara es ihr Leben lang für wahr hielt.

Sprecherin Josefine Preuß, selbst noch eine junge Frau, ist ideal gewählt für Tamaras Geschichte. Ihre jugendliche Stimme wirkt überzeugend und passt nahezu perfekt.

Cecelia Ahern ist eine Geschichte gelungen, bei der man gerne zuhört (besonders wegen der gut ausgesuchten Sprecherin), die aber erst gegen Ende hin ihr ganzes Pulver verschießt und die trotz aller philosophisch anmutenden Gedanken nicht sehr lange nachwirkt.




3,5 von 5 Punkten




Wir danken dem Argon Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.



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